Wortbeitrag

Rezensionen, Kommentare und Tee

Archiv für April 2008

Bodies

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Ich war vor kurzem in der Ausstellung „Bodies“ (Gasometer); kurz davor hatte ich herausgefunden, dass diese Ausstellung nicht das Original von Günther von Hagens, „Körperwelten“, ist, sondern eine Nachahmung – Organisator unbekannt. Einzig geklärt ist, dass die Ausstellung aus Amerika kommt und von eben dort organisiert wird. Wie auch immer, wollte ich sie mir dennoch ansehen… leider eine Enttäuschung:

  1. Die Austellung fehlt es an Struktur. Die Ausstellungsstücke, ob ganzer Körper, oder auch einzelne Organe stehen im Raum ohne jeglichen Zusammenhang. Erklärungen auf kleinen Tafeln sind eher nach dem Motto „Medizin für Sensationsdummies“ aufgebaut…
    „Wußten Sie: Das Herz schlägt 80 Jahre lang immer gleichmäßig!“ Würde unser Herz tatsächlich immer gleichmäßig schlagen, wären uns Vergnügungen, wie ein Fortpflanzungsritual (welches wohl den Beitrag zur Existenz der Menschheit liefert) wohl untersagt.
  2. Die ausgestellten Präparate wirken „unmenschlicher“, also unechter, als die Präparate der Ausstellung Körperwelten. Manche Organe wirken überhaupt komplett nachgebildet. 
  3. Der medizinische Aspekt wird weder beleuchtet, noch näher erörtert. Laien sind bei dieser Art der Präsentation sehr verloren. Das Motto der Ausstellung „Fettleibigkeit, Raucher etc.“ existiert dezent angedeutet bei manchen Stücken, bringt aber keinen zum Nachdenken. Auch Krankheiten, wie eben Fettleibigkeit, Lungenkrebs etc., sind kaum erklärt, es fehlen jegliche Ursachenuntersuchungen und Erklärungen zur Verbindung vom Handeln der Leute und den selbstzerstörerischen Konsequenzen. Das Motto geht somit verloren und ist irrelevant in der Ausstellung selbst. 
  4. Die Ausstellung ist sehr schnell abgegangen. Der Eintrittspreis in Höhe von €20,- ist viel zu hoch gegriffen und nicht gerechtfertigt.

Bodies ist eine Ausstellung, die in jeglicher Hinsicht eine Ausstellung unbekannter Herkunft ist. Keine Informationen über den Erschaffer der Exposition. Die ausgestellten Präparate sind ausschließlich Asiaten; klarer Weise steht angeschrieben, dass sich die Personen freiwillig bereiterklärt haben ihren Körper für diese Ausstellung präparieren zu lassen, dennoch begleitet einem beim Durchgehen ein suspektes Gefühl, ein Fehlen dieser Freiwilligkeit.

Meine Empfehlung: Warten bis das Original „Körperwelten“ wieder in Wien stattfindet.

Links zu den Homepages: Bodies, Körperwelten

Geschrieben von blanque

Samstag, 26 April 2008 um 19:10

Arbeitswelt

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Endlich komme ich dazu ein paar Worte zu schreiben und in Kürze meine Artikel über die griechische Mythologie zu verbessern und neue zu verfassen. Aber vorweg, die Begründung: Die Arbeitswelt hat mich nun doch erwischt. Nun, diesmal wurde das Maß der zwanzig Stunden pro Woche überschritten – ein Maß, das einem viel kostet. Die noch verbleibende Zeit der Woche, verbringt man entweder mit ausruhen und ausschnaufen oder mit Dingen, die erledigt werden müssen. Wenig ist da noch Lust und Zeit für etwaiges Freizeitprogramm, welches ich noch vor drei Monaten doch sehr intensiv gelebt hatte.

Tragisch finde ich nur, dass mich die Arbeitswelt zwar hat, aber sie mich gerade einmal 34 Stunden vereinnahmt. Was wird wohl in einem halben Jahr sein, sechzig,…, siebzig Stunden unentwegt ein Büro; die dann noch verbleibenden Stunden verbringe ich dann wirklich nur mehr mit Putzen, Aufräumen und dem Ruhegrant, der Grant, den man sich leisten kann, weil man jetzt Ruhe hat, haben den man hat, weil man weiß, wie kurz diese ist. Wer wünscht sich das? Kein Schwein – also, warum? Die wirtschaftlich treibenden Kräfte bedingen ein Aussaugen vom Faktor Mensch? Na klar, aber wieso? Wir haben die Wirtschaft in der Hand, wir sind diejenigen, die den Knopf vor der Nase haben und ihn abschalten könnten, wann immer wir wollten, und dennoch folgen wir hechelnd den Regeln der Wirtschaft, vergessen, dass wir sie selbst aufgestellt haben. Sicher, kommt jetzt die Frage, ob wir wirklich so leicht den Knopf drücken könnten oder nicht, ob nicht alles zusammenbrechen würden… Möglich, wahrscheinlich, aber nicht sicher! Wir haben nur Angst.

Mehr, wann immer ich wieder dazukomme. Gute Nacht.

Geschrieben von blanque

Sonntag, 13 April 2008 um 22:19

Veröffentlicht in Ich als Protagonist

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