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Musik und Blogschreiben

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Ich höre Lounge-Musik. Sie begleitet mich oft während ich schreibe. Jeder Mensch hat seine eigene Musik, die seine Sprache unterstützt, es ihm leichter macht zu schreiben. Die Finger tippen dann ganz von alleine, schnell und zügig, so als wenn ich den Text schon längst durchdacht, jedes Wort schon längst bestimmt hätte. Hab ich das tatsächlich? Oder tippen sie wirklich ganz von alleine…?

Es gibt Musik, die spricht mit der Sprache, sie erleichtert mir das Schreiben ungemein und sie ermöglicht es mir an nichts anderes zu denken, als an meinen Versuch etwas niederzuschreiben. Meine Musikrichtungen, um die Gedanken spielender in Worte zu kleiden, sind Lounge, Jazz oder Klassik. Ich weiß nicht warum, auch bin ich nicht damit groß geworden, weder gewohnt (nagut mittlerweile schon), noch absichtlich angewöhnt. Es fiel mir eines Tages auf, und ich denke, dass viele Menschen die gleiche Musik brauchen, um flüssiger zu schreiben. Musikrichtungen als Konzentrationsspritze,…, sozusagen.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Störenfriede; diese Musikrichtungen machen einen regelrecht wahnsinnig und bei bestem Willen kann ich mich dann nicht konzentrieren. Grob zusammengefasst ist das bei mir die Musik, die im Radio dahinklempert (…seit Jahren immer das Gleiche). Kaum höre ich die Klänge von diesen Massensendestationen, bin ich genervt; als ob jeder Note mir eine Schups geben möchte, damit ich ja nicht auf meinem Stuhl sitzen bleiben kann ( – das soll nicht unbedingt heißen, dass sie mich zum Tanzen animieren).

Meine Finger, mein Geist, brauchen eben Jazz; keine Liedtexte, die vor Kreativitätsmangel strotzen, keine fünfzig wiederkehrenden Takte, die kaum eine Oktav ausfüllen. Aber wie gesagt, jede braucht seine eigenen begleitenden Noten zum verbalisieren seiner Gedanken.

Geschrieben von blanque

Sonntag, 3 Februar 2008 um 22:17

Veröffentlicht in Ich als Protagonist

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