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Opernball

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Opernball von Joseph HaslingerPlötzlich kommt Blausäure durch die Lüftungsschächte von der Hofburg; tausende Menschen sterben, darunter die gesamte Regierungsspitze. Haslingers Buch beschreibt einen der am meisten gefürchteten Vorfälle in Wien, eben einen Anschlag auf den Opernball.

Als ich das Buch las, hatte ich einen großen Nachteil: Ich hatte den Film vor kurzem gesehen. Bis jetzt war es noch nie so enttäuschend ein Buch zu lesen dessen Fakten ich bereits kannte. Der Grund für das ernüchternde Lesen lag nicht an der Geschichte selbst oder am Schreibstil, sondern mehr daran, wie das Buch aufgebaut ist. Die Kapiteln sind unterteilt in Interviewgespräche, so als wenn eine Kassette nach der anderen vorgespielt werden würde. So erzählt einmal die Hauptfigur selbst über seine Kriegsreportagen und seinen Sorgen mit seinem Sohn, einmal entfaltet der Ingenieur seine abstrusen Erlebnisse mit dem Geringsten und dann plaudert mal der Polizeiinspektor von seinen Erfahrungen im Dienst. Hätte ich den Inhalt nicht gekannt, wäre ich sicher neugierig gewesen auf den nächsten Teil vom Ingenieur und wann spricht endlich wieder der Polizeidirektor…

Aber so, muss ich sagen, habe ich mir das Buch ziemlich „verhaut“. Naja, nein, so ganz schlimm war es auch nicht – es sind noch einige neue Geschichten im Buch versteckt, die im Film nicht vorkamen oder die abgeändert wurden. Wie auch immer hat das Buch auf jeden Fall meine Empfehlung, so auch der Film, aber vielleicht vorher das Buch lesen.

Haslinger, Josef. Opernball. Fischer, 2001. ISBN-13: 978-3596135912.

Geschrieben von blanque

Donnerstag, 20 Dezember 2007 um 10:45

Veröffentlicht in Bücher, Rezensionen, Romane

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